Pastor coll. Hauke Not

Liebe Gemeindeglieder,

ab September werden wir uns vermutlich immer wieder einmal begegnen, ob in der Gemeinde, im Rahmen der Seelsorge, beim Einkaufen oder einfach so auf der Straße. Darum nutze ich gerne die Gelegenheit, mich an dieser Stelle schon einmal kurz vorzustellen: Mein Name ist Hauke Not, ich bin 31 Jahre alt und stamme gebürtig aus Weener im Rheiderland (Ostfriesland). Ab September werde ich in der reformierten Kirchengemeinde in Uelsen mitarbeiten, und zwar als Pastor coll., das heißt „mitarbeitender Pastor“. Damit ist gemeint, dass ich meine Ausbildung zum Pastor bereits abgeschlossen habe, aber noch nicht fest in einer Gemeinde gewählt worden bin. In dieser Übergangszeit kann man als junger Pastor bzw. junge Pastorin überall da im Bereich unserer Landeskirche eingesetzt werden, wo gerade ein akuter Bedarf besteht. Im vergangenen 1 ¼ Jahr sind das verschiedene Gemeinden der Obergrafschaft gewesen, v.a. die Gemeinden in Schüttorf und Ohne, wo ich mehrere Kolleg*innen in ihrer Elternzeit vertreten habe, sowie die Gemeinde in Gildehaus, wo ich einige Monate als Krankheitsvertretung tätig war, und ab September wird es nun also Uelsen sein. Durch die mehrfachen Aufgabenwechsel im letzten Jahr habe ich in relativ kurzer Zeit eine Vielfalt an Eindrücken und Erfahrungen sammeln können, und für diese Vielfalt an Erfahrungen bin ich sehr dankbar. Trotzdem freue ich mich nun auch darauf, mich in Uelsen mit meiner ganzen Arbeitskraft auf eine einzelne Gemeinde konzentrieren zu können. Ich bin gespannt auf die Begegnungen und Gespräche mit Ihnen und freue mich auf unsere Zusammenarbeit!

Für religiöse Fragen habe ich mich übrigens schon als Kind und Jugendlicher interessiert, wobei es mir relativ bald auch wichtig war, eben nicht nur traditionelle Formeln nachzusprechen, sondern selbst über meinen Glauben nachzudenken. Für das Theologiestudium habe ich mich darum zunächst einmal aus persönlichem Interesse entschieden – und dann im Laufe der Zeit die Erfahrung gemacht, wie schön es sein kann, dieses Interesse auch mit anderen zu teilen. Im Studium habe ich mich vor allem für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Bibeltexten sowie für das Grenzfeld von Theologie und Geschlechterwissenschaften interessiert, und diese Vorlieben kann man,
wenn man genau hinhört, auch in meinen Predigten ab und zu wiederentdecken. Insgesamt gefällt mir Gemeindearbeit dann am besten, wenn ich mit anderen ins Gespräch und ins gemeinsame Nachdenken kommen kann – ob es nun im Konfirmandenunterricht oder im Seniorenkreis ist oder auch einfach mal so zwischendurch. Sich über den eigenen Glauben auszutauschen, heißt, ihn lebendig zu halten – und zwar auch dann, wenn man nicht direkt einer Meinung ist. Vielleicht ergibt sich ja auch zwischen uns einmal die Gelegenheit zum Gespräch – jedenfalls freue ich mich auf die gemeinsame Zeit!

Bis bald, Ihr Hauke Not

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